TT kurz und knapp

Ergänzung am 19. Juli 2010

 

Literarische Quelle: Handbuch des STTV und www.sportunterricht.de/tischtennis

 

Der Tisch

Die waagerechte dunkelfarbige matte Spielfläche des Tisches ist rechteckig.
Sie ist 2,74 m lang und 1,525 m breit.
Ihr Abstand zum Boden beträgt 76 cm.
Sie wird längsseitig von 2 cm breiten weißen Seitenlinien begrenzt.
Entlang der 1.525 m breiten Kanten sind 2 cm breite weiße Grundlinien.

Alle senkrechten Seiten des Tisches gehören nicht zur Spielfläche.

Die Spielfläche wird in der Mitte durch ein paralell zu den Grundlinien verlaufendes Netz in zwei gleich große Spielfelder geteilt. Eine paralell zu den Seitenlinien verlaufende 3 mm breite weiße Mittelinie teilt jedes Spielfeld in 2 gleichgroße Spielhälften. Sie ist Teil der rechten Spielhälfte. Das Netz ist 15,25 cm hoch und wird an jedem seiner Enden an 15,25 cm hohen senkrechten Pfosten befestigt. Der untere Rand des Netzes ist in seiner ganzen Länge so dicht wie möglich an der Spielfläche. Die Außenseiten der Pfosten sind 15,25 cm von der Seitenlinie entfernt.

Der Ball

Der Durchmesser des gleichmäßig runden Balles beträgt 40 mm.
Der mattweiße oder mattorange Ball ist 2,7 Gramm leicht.
Er besteht aus Zelluloid oder ähnlichem Plastikmaterial.

Der Schläger

Größe, Form und Gewicht des Schlägers sind beliebig.
Er besteht aus Griff und Blatt, welches eben und unbiegsam ist.
Beide Schlägerseiten sind unabhängig von vorhandenen Belägen matt.
Eine Seite ist leuchtend rot, die andere schwarz.
Wird von der ITTF zugelassenes Belagmaterial (nur dieses gilt!!!) angewandt, bedeckt es das Blatt völlig, ist waagerecht und inklusive erlaubten Klebstoff jeweils bis zu 2 mm (Noppengummi) oder bis zu 4 mm (Sandwich-Gummi) dick.
Es ragt nicht über die Ränder hinaus.

Aufschlag

Der Aufschlag beginnt damit, dass der Ball frei auf dem geöffneten Handteller der ruhig gehaltenen Hand des Aufschlägers liegt.
Ohne Rotation wird der Ball mindestens 16 cm nahezu senkrecht hochgeworfen.
Der Ball hat sich vom Beginn des Aufschlags bis er geschlagen wird oberhalb der Ebene der Spielfläche und hinter der Grundlinie des Aufschlägers zu befinden.
Der Ball darf weder vom Aufschläger oder seinem Doppelpartner verdeckt werden.
Der Ball wird in der fallenden Phase so geschlagen, dass er zuerst das eigene Spielfeld berührt und dann über oder um die Netzgarnitur herum direkt in das Spielfeld des Rückschlägers springt oder berührt.

Rückschlag

Der Ball wird so geschlagen , dass er über die Netzgarnitur oder um sie herum in das gegnerische Spielfeld springt oder es berührt, und zwar entweder direkt oder nach Berühren der Netzgarnitur.

Ballwechsel im Satz bzw. Spiel

Das Recht der Aufschlag-, Rückschlag- und Seitenwahl wird durch Los entschieden.
Der Gewinner des Loses kann sich für Auf- oder Rückschlag entscheiden oder eine Seite wählen.

Nach jeweils 2 Punkten wird der rückschlagende Spieler (das rückschlagende Doppel) Aufschläger bzw. aufschlagendes Doppel und so weiter bis zum Ende des Satzes.
Wird ein 10 : 10 erreicht, bleibt die Auf- und Rückschlagreihenfolge unverändert, jedoch schlägt jeder Spieler abwechselnd für nur einen Punkt auf.

Der Spieler (das Doppel), der (das) in einem Satz zuerst aufgeschlagen hat, ist im nächsten Satz Rückschläger.

Im letztmöglichen Satz eines Doppelspieles hat beim Erreichen des 5. Punktes von einem der beiden Doppel das als nächstes zurückschlagende Doppel nach dem Seitenwechsel seine Rückschlagreihenfolge zu ändern.

Ist ein Satz nach 10 Minuten nicht beendet und der Ballpunktestand von 9 : 9, 10 : 8 oder 8 : 10 nicht erreicht, kommt die Wechselmethode zur Anwendung.
Wenn der Ball beim Erreichen der Zeitgrenze bzw. Unterbrechung im Spiel ist, hat anschließend der Spieler Aufschlag, der im unterbrochenen Ballwechsel Aufschläger war.
Falls der Ball beim Erreichen der Zeitgrenze bzw. Unterbrechung nicht im Spiel ist, schlägt der Rückschläger des unittelbar vorausgegangenen Ballwechsels zuerst auf.
Der Aufschlag erfolgt abwechselnd für nur einen Punkt.
Nach 13 vorschriftsmäßigen Rückschlägen geht der Punkt an den Rückschläger.
Ist die Wechselmethode eingeführt, gilt sie für die weiteren Sätze eines Spieles.

Zählbare Punkte

(Kurzfassung)

  • wenn dem Gegner kein korrekter Aufschlag gelingt
  • wenn dem Gegner kein korrekter Rückschlag gelingt
  • wenn der Gegner den Ball aufhält
  • wenn der Gegner den Ball zweimal hintereinander schlägt
  • wenn der Gegner die Spielfläche bewegt
  • wenn der Gegner mit der freien Hand die Spielfläche berührt

Satz und Spiel

Ein Satz gilt als gewonnen, wenn der 11. Punkt bei einer Mindestdifferenz von 2 (11:9) erreicht ist.
Nach einem 10 : 10 Gleichstand und abwechselndem Aufschlag, gewinnt derjenige, der eine 2 Punkteführung erreicht.

Als Sieger eines Spieles gilt, wer 3 oder 4 Sätze gewinnt.

Zwischen den Sätzen eines Spieles ist eine Pause von maximal einer Minute einzuhalten.

Innerhalb eines Spieles gibt es das Recht, eine einminütige Auszeit zu nehmen!

Mannschaften

Mannschaftsaufstellungen für Punktspiele werden auf dem Vereins-Mannschaftsmeldebogen entsprechend der Spielstärke zu Beginn der Saison eingetragen.

Nachwuchsspieler ohne Freigabe, die in der Allgmeinen Klasse (Damen/Herren) spielen können, werden einer Mannschaft der Allgemeinen Klasse als E/J zugeordnet.

Ersatzspieler kommen stets aus nachgeordneten Mannschaften.
Sie können je Halbserie 2mal in höheren Mannschaften des Vereins eingesetzt werden.
Deren Aufstellung richtet sich stets nach der Reihenfolge auf dem Vereins-Mannschaftsmeldebogen.
Dabei ist es bedeutungslos, ob der Spieler die Startberechtigung für nachgeordnete Mannschaften bereits verlor oder nicht.

Der bei den zuständigen Spielkommissionen eingereichte Vereins-Mannschaftsmeldebogen gilt nach deren Bestätigung zunächst für die Hinrunde.

Bei Punktspielen hat die gastgebende Mannschaft zusätzlich zum festgelegten bzw. vereinbarten Termin eine halbe Stunde Wartepflicht auf das Kommen der Gastmannschaft einzuhalten. Für die Gastmannschaft ist keine Wartepflicht erforderlich.